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Subohmes Dampfen – Die Kunst der Dampfwolke

Der Name sagt es bereits, beim subohmen Dampfen nutzen wir die E-Zigarette im unteren Ohm-Bereich. Ohm bezeichnet den elektrischen Widerstand. Je geringer der Widerstand beim Vapen, desto mehr Strom kann fließen und umso schneller wird der Verdampferkopf erhitzt. Dabei bewegt sich der Ohm-Bereich unterhalb von 1,0. Die schnellere Erhitzung erzeugt dichteren Dampf und das bedeutet gleichzeitig, laut Aussage vieler Dampfer, einen intensiveren Geschmack. Aber da der Akku durch die starke Belastung schnell erhitzt wird, sollte subohmes Dampfen wirklich nur mit dafür geeigneten Geräten ausgeführt werden. Obwohl das bedeutet, dass die Coils heiß werden, wir einen deutlich höheren Liquidverbrauch und auch einen höheren Verschleiß haben mit entsprechenden Kosten, liegen die Vorteile klar auf der Hand: Wir erzeugen größere, wärmere Dampfwolken mit, wie die subohmen Dampfer sagen, besserem Geschmack und einem intensiveren Flash.

 

Der Einstieg ins Subohm-Dampfen

Während diese beliebte Dampfmethode früher den Selbstwicklern vorbehalten war, haben große Hersteller mittlerweile den Trend erkannt und bieten E-Zigaretten-Sets mit voller Subohm-Ausstattung an. Anfängern wird das subohme Dampfen durch passend geregelte Akkuträger mit abgestimmten Clearomizern einfach gemacht. Die Dampfentwicklung und der Geschmack sind bei diesen Geräten geradezu optimal. Viele Dampfer mögen auch den damit verbundenen intensiveren Flash. Da mehr E-Liquid in kürzerer Zeit vaporisiert wird, sollte man eine geringere Nikotinstärke wählen, wenn man subohm dampft. Empfohlen werden 6mg/ml bis 12mg/ml. Doch sollte sich jeder Dampfer individuell herantasten und mit geringerer Nikotinmenge beginnen, bis er die passende Stärke für sich gefunden hat.

Das PG/VG Verhältnis, also das von Propylenglycol und Glycerin-Anteil, hat auch einen Einfluss auf die Dampfentwicklung. Jeder, der größere und schönere Dampfwolken erzeugen möchte, nimmt daher ein E-Liquid mit 50/50-Verhältnis oder einem höheren Anteil von VG. Auch darf nicht zu wenig Liquid nachfließen, denn sonst kann sich das schädlich auf die Watte im Verdampfer auswirken, so dass diese anfängt zu kokeln. Dieses Risiko wird durch die Schutzelektronik geregelter Akkuträger minimiert, indem der Verdampfer durch das Einstellen der Leistung (VW) oder der Spannung (VV) gezielt befeuert wird. Wer dagegen bei der Nutzung ungeregelter, mechanischer Mods an die Grenze der Akkukapazität geht, sollte sich gewissenhaft mit der Spannung, dem Ohmschen Gesetz und dem Akku auseinandersetzen.

Um Kurzschlüsse zu vermeiden, sind geeignete Akkuträger mit höherer Leistung entsprechend gesichert, damit sie die Belastung aushalten können. Deswegen können ältere E-Zigaretten Clearomizer unter 1,0 Ohm nicht befeuern. Subohm-Verdampferköpfe sollten nicht mit normalen Standard-Akkus betrieben werden, da diese überhitzen können, was zu starken Beschädigungen führen kann, in seltenen Fällen bis hin zum Explodieren des Akkus. Daher nutzen wir nur geeignete Elektronik, so kann eigentlich nichts schiefgehen.

Wenn wir mehr Dampf erzeugen wollen, müssen wir auch mehr Liquid verbrauchen. Der Liquidverbrauch kann sich beim subohmen Dampfen um bis zu 50% erhöhen. Die Beschaffenheit und die Menge des Dampfes unterscheiden sich hierbei deutlich im Vergleich zum Vapen im gewöhnlichen Bereich.

 

Die Zugtechnik und der Geschmack

Wenn wir subohm vapen wollen, nutzen wir eine spezielle Zugtechnik: den direkten Lungenzug (DL). Dadurch nehmen wir den Geschmack anders wahr. Das mag manchen E-Zigaretten-Nutzern nicht gefallen, andere lieben es. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.

Allgemein gibt es zwei Arten des Dampfens. Backenzüge und direkte Lungenzüge. Gehen wir kurz auf beide Arten ein, um ein Verständnis dafür zu entwickeln. Nutzer, die einmal eine herkömmliche Zigarette geraucht haben, ziehen dabei kurz und kräftig im Schnitt bis zu 2 Sekunden. Dabei bewirkt der Zug einen Verbrennungsprozess, der bei einer E-Zigarette nicht stattfindet. Beim Dampfen zielen wir auf Kontinuität und Genuss ab und können gerne bis zu 8 Sekunden an unserer E-Zigarette ziehen. Das garantiert uns die Geschmacksentfaltung des Liquids und mindert den Verschleiß der Bestandteile, allen voran des Verdampferkopfes.

Das Backendampfen ist nicht für das subohme Vapen gedacht. Hierbei sammeln wir den Dampf im Mundraum und ziehen ihn dann in die Lunge. Damit dosieren wir den Dampf, erzeugen aber keine großen Mengen. Für Umsteiger ist diese Technik gut geeignet, da sie dem Rauchen ähnelt, nur dass wir hier langsamer ziehen. Während der Dampf im Mund verbleibt und sich gegebenenfalls bis in die Nasenhöhle ausbreiten kann, haben die Geschmacksknospen genügend Zeit, den Geschmack aufzunehmen. Wir ziehen gleichmäßig und ruhig etwa 5 bis 7 Sekunden und behalten den Dampf im Mund, bevor wir ihn in die Lunge ziehen. Dabei vermeiden wir heftige, kurze Züge.

Bei direkten Lungenzügen inhalieren wir den Dampf direkt in die Lunge, ohne dass er in Mund oder Nase verbleibt, was den Geschmack verringert. Der Nikotinflash wird intensiver, da wir mehr Dampf einatmen. Aber wir wollen ja nicht nur den Kick, sondern gerade die größeren Dampfwolken, die wir mit dieser Technik erzeugen können. Ganz wichtig: Wir nutzen für die direkten Lungenzüge auf jeden Fall Geräte mit geringem Zugwiderstand und elektrischem Widerstand. Wir ziehen zwischen 5 bis 8 Sekunden lang an der E-Zigarette, lassen aber bereits 2 Sekunden vor dem Beenden des Zuges die Feuertaste los, um den Verdampferkopf abkühlen zu lassen. Restdampf, der durch Resthitze erzeugt werden und im Luftkanal kondensieren würde, wird so verhindert.

 

Zu guter Letzt

Auch wenn wir am subohmen Dampfen viel Spaß haben können, sollten wir die oben genannten Regeln beherzigen um mögliche Risiken auszuschließen. So kann diese Technik eine wahre Bereicherung für alle Dampfer sein. Neueinsteiger sollten zunächst bei Backenzügen mit Verdampferköpfen ab 1,0 Ohm bleiben. Viele Hersteller bieten komplette Sets für Subohm-Neulinge an, so dass man das Subohm-Dampfen auch ohne technisches Fachwissen rund um Selbstwickler genießen kann.

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